Interpon UV-Pulverlacke

Unsere Interpon UV-Pulverlacke sind speziell für die Anwendung auf vorbeschichtetem Metall mit wärmeempfindlichen Bestandteilen, wie PU-Schaum, ausgerichtet.

Sie stellen eine großartige Alternative zu herkömmlichen Nasslacken dar. Und sie verfügen über alle umweltfreundlichen Eigenschaften von Pulverlacken, wie keine VOC-Emissionen. Die Oberflächengüte ist hervorragend, wobei besonders die höhere Kratzfestigkeit hervorzuheben ist. Die Beschichtung bietet außerdem gute UV-Beständigkeit. Diese Pulverlacke können sehr kostengünstig sein und ein schnelles Verfahren ermöglichen.

Interpon UV-Pulverlacke sind in vielen verschiedenen Farben und mit unterschiedlichen Spezialeffekten erhältlich. Die meisten Farben können erreicht werden; Unterhärtung in Folge der Absorption der UV-Strahlung kann jedoch zu Problemen bei leuchtenden Gelb- und Orangetöne führen. Für dunkle Farben kann außerdem eine Technologie für geringe solare Absorption verwendet werden, um die Wärmeverformung des Untergrunds während der Lebensdauer zu reduzieren. Matte Beschichtungen und feine Strukturen sind in hoher Qualität verfügbar. Ebenso sind die meisten Metallic-Farben mit Ausnahme von Chrom und Gold erhältlich.

Technische Merkmale von Interpon UV:

Haftung auf vorbeschichtetem Metall: Klasse 0 bei 60 µm auf sandgestrahltem Element
Kratz- / Abriebfestigkeit: Stifthärte >4H
Feuchtigkeitsbeständigkeit: 1000 h keine Blasenbildung
Korrosionsbeständigkeit: Abhängig vom vorbeschichteten Metall
UV-Beständigkeit: Glanzverlust weniger als 50 % nach 300 h QUV-B
Glanzverlust weniger als 50 % nach 1 Jahr Florida 5°-Exposition Südseite

Wie funktioniert das?

Es ist wirklich ganz einfach:
Das Metallteil muss für die Beschichtung vorbereitet werden. Das kann Sandstrahlen, Entstauben oder Abdecken umfassen.
Das Pulver wird wie üblich mit dem elektrostatischen Sprühverfahren aufgebracht.

Damit sich eine gleichmäßige Schicht mit chemischer Beständigkeit und mechanischen Merkmalen bilden kann, muss die aufgetragene Pulverschicht aushärten. Im Gegensatz zu herkömmlichen Pulverlacken durchlaufen UV-härtende Pulverlacke einen zweistufigen Härtungsprozess. Zunächst wird der Pulverlack erhitzt, damit eine Schmelze entsteht. Das erfolgt normalerweise mithilfe von Infrarot-Strahlung. Diese ist besser dafür geeignet, den Pulverlack zu erhitzen, ohne dass der wärmeempfindliche Untergrund geschädigt wird. Dann erfolgt die Vernetzung der Pulverschmelze durch eine Radikalvernetzungsreaktion. Die Radikale entstehen durch Einwirkung des UV-Lichts auf die Fotoinitiatoren in der Formulierung. Normalerweise wird eine UV-Strahlung von 2,5 J/cm² aus Gallium- und Quecksilber-Strahlen für weniger als zehn Sekunden benötigt. Das ist deutlich schneller als bei herkömmlichen wärmehärtenden Pulverlacken.

Eine gekühlte Sprühkabine ist nicht erforderlich. Die Temperatur während des Sprühvorgangs darf jedoch 35 °C nicht übersteigen.

Lagerung

Unsere Interpon UV-Pulverlacke können bei <18 °C sechs Monate lang gelagert werden.