Farbwechsel während der Pulverlackanwendung

Bei jedem Pulverbeschichtungsprojekt mit verschiedenen Farben oder Pulvertypen besteht das Risiko einer Verunreinigung beim Wechsel zwischen den verschiedenen Pulversorten. Dieses Risiko kann jedoch mit der ordnungsgemäßen Anwendung von Reinigungsverfahren minimiert werden.

Bei einem Farbwechsel sollte der Reinigungsprozess den gleichen Weg nehmen wie das Pulver während des Sprühprozesses. Das heißt, Sie beginnen mit der Reinigung des Bunkers. Danach werden die Pumpen, Schläuche und Pistolen gesäubert, woran sich die sorgfältige Reinigung des Kabinengehäuses anschließt.

Mit der Säuberung bzw. dem Austausch des Rückgewinnungssystems ist der Reinigungsprozess abgeschlossen. Alle Reinigungsarbeiten unter Verwendung von Druckluft sollten innerhalb der Kabine durchgeführt werden, um die räumliche Abgrenzung des Pulvers sicherzustellen und so das Risiko von Verunreinigungen durch die Luft zu senken.

Der mit einem Farbwechsel verbundene Zeitaufwand kann je nach Anlagentyp und -struktur stark variieren. Bei Arbeiten, für die häufige und schnelle Farbwechsel nötig sind, kann es notwendig sein, mit mehreren Kabinen zu arbeiten. Alternativ bieten die meisten großen Ausrüstungslieferanten mittlerweile Kabinen mit Polyethylen-Verkleidungswänden an. Sie können bei jedem Farbwechsel ausgetauscht werden, sodass die Reinigung der Kabine entfällt.

Zyklon-Rückgewinnungssysteme sind größtenteils selbstreinigend und dementsprechend wartungsarm.

Bei Patronensystemen müssen die Patronensammelbehälter nach Farben getrennt sein. Werden viele Farben benötigt, kann sich die Verwendung einer großen Anzahl von Einheiten als unpraktisch erweisen.